Bodyshaming und Verlust: Kate Beckinsale reflektiert 2025

Bodyshaming und Verlust: Kate Beckinsale reflektiert 2025

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min

Kate Beckinsale (52) hat zum Jahresende mit einer bewegenden Botschaft auf Instagram aufgerüttelt. Die Schauspielerin sprach in einem emotionalen Video darüber, wie 2025 für sie zu einem der schwersten Jahre geworden ist. Anlass seien anhaltende Kommentare zu ihrem Körper gewesen, denen sie sich schon lange ausgesetzt sieht. Sie erklärte, warum ihr Appetit verschwunden ist, und verknüpfte das mit schmerzhaften Verlusten in ihrer Familie. In dem Clip, den sie am Donnerstag mit ihren Followern teilte, erinnerte Kate an ihren früh verstorbenen Vater, an ihren kürzlich verstorbenen Stiefvater und an ihre Mutter, die dieses Jahr gestorben ist. Mit klaren Worten wandte sie sich an jene, die sie wegen ihres Gewichts kritisieren, und bat zugleich um Verständnis.

Im Video, über das unter anderem Just Jared berichtete, schilderte Kate eindringlich den Hintergrund ihrer Verfassung: "2025 war ein wirklich, wirklich hartes Jahr. Es war auch das letzte Jahr, in dem meine unglaubliche Mutter auf diesem Planeten war." Sie habe bereits als Kind miterlebt, wie ihr 31-jähriger Vater an einem massiven Herzinfarkt starb, später den Tod ihres Stiefvaters und zuletzt das Sterben ihrer Mutter. Dieses Ausmaß an Leid habe ihren Körper regelrecht "geschlossen". "Es macht dich nicht sehr hungrig", sagte sie über die Folgen von Trauer, Schock und Trauma und betonte, dass das nichts mit "Willenskraft" wie bei einer Essstörung zu tun habe. Sie verwies darauf, dass der Verlust geliebter Menschen oft mit Appetitlosigkeit einhergehe. Gleichzeitig fand sie deutliche Worte für hämische Kommentare: "Für alle, die sich davon gestört fühlen, dass ich zu dünn bin oder nicht so, wie sie es erwarten – ich wünschte, ihr hättet Eltern wie ich." Sie erzählte, wie sie ihrem Stiefvater Blutgerinnsel absaugte, während er Herzprobleme hatte, und wie sie bei ihrer Mutter die Wiederbelebung beenden musste – und dass sie trotz dieser Erfahrungen nie die Art Mensch werde, die andere wegen ihres Aussehens angreift.

Privat galt Kate immer als eng mit ihrer Mutter verbunden, die sie häufig auf roten Teppichen begleitete und mit der sie in Interviews liebevolle Anekdoten teilte. Auch über ihren Vater sprach die Schauspielerin wiederholt offen, oft mit humorvollen Erinnerungen, die den Schmerz um den frühen Verlust milderten. Freunde beschreiben sie als jemanden, der in schweren Zeiten Nähe sucht und Trost in Ritualen und Familienfotos findet. Zu ihrer Tochter pflegt die Britin ein inniges Verhältnis, das sie in sozialen Medien gelegentlich aufblitzen lässt – meist mit Warmherzigkeit und einem Schuss Selbstironie. Dass sie nun ihre Trauer so offen macht und gleichzeitig Werte wie Anstand und Empathie in den Vordergrund stellt, passt zu jener Haltung, mit der die Londonerin sich über Jahre Gehör verschafft hat: verletzlich, bestimmt und mit einer klaren Grenze gegenüber persönlicher Herabwürdigung.

Kate Beckinsale, Schauspielerin
Getty Images
Kate Beckinsale, Schauspielerin
Kate Beckinsale  und ihre Mutter Judy Loe, Juli 2024
Instagram / katebeckinsale
Kate Beckinsale und ihre Mutter Judy Loe, Juli 2024
Kate Beckinsale mit ihrer Mutter, 2024
Instagram / katebeckinsale
Kate Beckinsale mit ihrer Mutter, 2024