Diese Rollen inspirierten Jamie Campbell Bower für Vecna
Jamie Campbell Bower (37) gewährt einen seltenen Blick hinter die Maske von Vecna und verrät, welche überraschenden Vorbilder in Staffel fünf von Stranger Things in seine Schurken-Performance eingeflossen sind. Besonders in der fünften Folge "Shock Jock", die seit Weihnachten auf Netflix und in ausgewählten Kinos zu sehen ist, rast der Brite im "Mindscape" in Sekundenbruchteilen durch alle Versionen seiner Figur: vom höflichen Mr. Whatsit über den jungen Henry Creel bis hin zum blutigen Monster. Während Max, gespielt von Sadie Sink (23), und Holly, dargestellt von Nell Fisher, in Vecnas Erinnerungen nach einem Fluchtweg suchen, hat Jamie seine eigenen Lieblingsszenen längst akribisch vorbereitet: mit einer Inspirationsliste, die vom knallharten Horrorfilm bis zum sanften Kinder-TV-Idol reicht.
Im Gespräch mit Entertainment Weekly erzählt der Schauspieler, wie sich seine Vorbilder im Laufe der Serie gewandelt haben. Für Staffel vier orientierte er sich noch stark an Dracula, "The Shining" und der US-Version von "Funny Games": "Der Kubrick-Blick war etwas, das ich unbedingt einsetzen wollte", erklärt er und schwärmt von der Körpersprache der Figuren aus dem Thriller mit Brady Corbet und Michael Pitt (44). In Staffel fünf kamen neue Einflüsse dazu, darunter der Survival-Schocker "Alone" und Van Johnsons Auftritt in "The Pied Piper of Hamelin" aus dem Jahr 1957. Jamie beschreibt Vecna als eigenständige Gestalt, eine Art "Ranke um die Liebe", die sich aus Hass und Verletzung formt. Gleichzeitig tauchte er tief in Henrys Kindheit ein, beschäftigte sich mit dessen Elternhaus, der Creel-Villa, und den Erinnerungen an ein Zuhause, das nie wirklich sicher war. Auch das Prequel-Bühnenstück "Stranger Things: The First Shadow" half ihm, die Einsamkeit und Isolation des Jungen besser zu verstehen.
Für die wohl ungewöhnlichste Note in Vecnas Interpretation sorgte jedoch ausgerechnet Fred Rogers (†74). Jamie verrät, dass die TV-Legende aus "Mister Rogers’ Neighborhood" über einen Umweg in seine Arbeit einfloss: "Mr. Rogers war eine wirklich interessante Referenz, weil das auch in die Musik hineingeflossen ist", sagt er und nennt Tom Hanks (69)’ Film "A Beautiful Day in the Neighborhood" samt unheilvoller Musik als Vorlage. Auf seinem Handy sammelte er Videos von Proben auf der Treppe, in denen er Bewegungen testete, bis die Übergänge zwischen den Figuren nahtlos saßen. Während Fans in Vecna vor allem den grausamen Bösewicht sehen, beschäftigte sich Jamie beim Dreh mit leisen, fast kindlichen Momenten: Fragen wie "Wo schläft Henry?" oder "Warum erschafft er ausgerechnet dieses Haus wieder?" begleiteten ihn am Set und gaben dem Monster eine Vergangenheit, die man in den dunkelsten Szenen nur erahnen kann.









