Sebastian Ströbel als neue RTL-Krimi-Hoffnung mit "Seeler"
Sebastian Ströbel (49) startet bei RTL mit einer neuen Krimi-Reihe durch: Als Eric Seeler ist der "Bergretter"-Star jetzt in "Seeler" zu sehen, der Debütfilm ist bereits bei RTL+ abrufbar. Gedreht wurde in Norddeutschland, ausgestrahlt wird im Programm von RTL. An seiner Seite agiert ein Ensemble aus Kollegen, die Seeler beruflich und privat begleiten. Sebastian spielt darin keinen typischen Ermittler, sondern einen früheren Polizisten, der inzwischen als Streetworker unterwegs ist und dabei immer wieder in Mordfälle gerät. Im Gespräch mit Bild verrät er, wie sehr ihm diese besondere Mischung aus Krimi, Milieustudie und Charakterdrama am Herzen liegt – und warum er privat trotzdem ein mulmiges Gefühl bekommt, wenn Polizei oder Zoll in der Nähe sind.
Denn ausgerechnet der neue Krimi-Hoffnungsträger erzählt offen von seiner eigenen Nervosität bei Kontrollen. "Ich bin ein Riesenschisser. Wenn ich mir vorstelle, dass die Polizei bei mir vor der Tür stünde – da ginge mir direkt der Stift", sagt Sebastian. Besonders an der Grenze fühle er sich schnell unsicher: "Wenn ich zum Beispiel an Zollbeamten vorbeifahre, weiß ich nie, wie ich gucken soll, damit das nicht verdächtig aussieht. Und dann sehe ich erst recht so aus – und werde kontrolliert." Dabei betont der Schauspieler, er sei "nicht vorbestraft" und habe "nichts auf dem Kerbholz". Reizvoll an "Seeler" findet er, dass seine Figur die Ermittler nur unterstützt und im sozialen Brennpunkt arbeitet: "Auf einen 08/15-Krimi hätte ich keine Lust gehabt." Ob es nach dem ersten Fall weitergeht, liege an Quote und Publikumsreaktion: "Wir sind stolz auf den Film und das Team. Ich hätte Bock drauf, weiterzumachen."
Abseits der Rolle zeigt sich der Schauspieler bodenständig und buchverliebt. Er erzählte, dass seine eigenen "Abenteuer" früher eher zwischen Buchdeckeln stattfanden. Rebellische Phasen? Fehlanzeige. "Ich war selbst aber noch nie ein schlimmer Rebell, ich war immer eher uncool und habe das so akzeptiert", sagte er. Gerade diese Gelassenheit habe ihn davor bewahrt, "Unfug zu machen oder darin verwickelt zu werden". Statt auf große Posen setzt der TV-Star offenbar auf Ruhe und Reflexion – und auf Geschichten, die unter die Haut gehen. Er kann nachvollziehen, warum das Genre "Krimi" so beliebt ist, schließlich treffen darin Nervenkitzel und das Bedürfnis nach Gerechtigkeit aufeinander. "Man hofft, dass der Böse am Ende auch gefangen wird. Die Leute wollen, dass am Ende alles gut wird", sagt er über den Reiz solcher Geschichten – ein Gefühl, das auch "Seeler" transportieren soll, ohne die Welt in Schutt und Asche zu legen.





