Gekaufte Fans? Mysteriöse "Jubelgruppe" feiert Mette-Marit
Mitten in der Vertrauenskrise rund um das norwegische Königshaus ist ein merkwürdiges Phänomen auf Facebook aufgetaucht: Gleich mehrere Accounts überschütten Kronprinzessin Mette-Marit (52) und die restliche Königsfamilie mit einer Flut von Lobeshymnen – und das in rasantem Tempo. Der norwegische Sender TV 2 hat vier dieser Profile genauer unter die Lupe genommen und dabei auffällige Muster entdeckt. Die Accounts veröffentlichen in kurzer Zeit ungewöhnlich viele Beiträge, die sich inhaltlich stark ähneln. Um der Sache auf den Grund zu gehen, wurde die ehemalige US-amerikanische Kriminalermittlerin Kay Dean gebeten, die Profile zu analysieren.
Dean, die sich seit Jahren mit gefälschten Online-Rezensionen und digitalem Betrug beschäftigt, kommt zu einem eindeutigen Schluss. Mit Hilfe von KI-Erkennungstools stellte sie fest: "Jedes dieser Profile verwendet KI-generierte Inhalte. Das ist in sich selbst schon verdächtig", sagte sie gegenüber TV 2. Besonders auffällig: Drei der Profile veröffentlichten an einem einzigen Tag exakt 23 Beiträge. Außerdem schrieben zwei der Accounts noch 2025 auf Russisch, und mindestens ein Profilbild konnte per Google-Bildersuche einer bekannten indonesischen Schauspielerin zugeordnet werden. Keiner der vier Accounts hat bisher auf Anfragen von TV 2 geantwortet. Das Königshaus selbst erklärte auf Nachfrage des Senders: "Das war uns nicht bekannt, und wir haben keine Kenntnisse darüber, wer dahinterstecken könnte." Meta, der Eigentümer von Facebook, teilte mit, man untersuche nun die gemeldeten Inhalte.
Die norwegische Sicherheitsbehörde NSM ordnet den Fall in einen beunruhigenden größeren Zusammenhang ein. Fachdirektor Andreas Skjøld-Lorange warnte gegenüber TV 2, dass KI und Bots völlig neue Möglichkeiten zur Manipulation der öffentlichen Meinung eröffneten – und das könne "die Demokratie untergraben, ohne dass wir es merken". Wenn künstliche Accounts sich an Diskussionen rund um prominente Gesichter wie Mette-Marit beteiligen, fällt es Nutzern laut dem Experten immer schwerer zu erkennen, ob sie mit echten Menschen oder nur noch mit Algorithmen sprechen. Der Fall trifft die norwegische Königsfamilie in einer ohnehin schwierigen Phase: Mette-Marit steht seit Längerem wegen ihrer früheren Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) in der Kritik.








