Meryl Streep übt Kritik an Castingwahn in Hollywood
Meryl Streep (76) hat kein gutes Haar an den modernen Casting-Methoden in Hollywood gelassen. In einem Interview mit Bild anlässlich des bald erscheinenden Films Der Teufel trägt Prada 2 übte die Schauspielerin scharfe Kritik daran, wie heutzutage Nachwuchstalente entdeckt werden. Dabei zog sie einen provokanten Vergleich: Online-Castings seien "wie bei Tinder" – Regisseure und Casting-Direktoren wischten durch die eingesendeten Videos, ohne wirklich beurteilen zu können, ob jemand talentiert sei. "Alles sieht gleich aus, alle sehen gleich aus. Furchtbar", so Meryl im Interview.
Meryl erklärte in dem Gespräch, dass sie froh sei, in einer anderen Ära mit der Schauspielerei begonnen zu haben – einer Zeit, in der Castings noch persönlich stattfanden. "Ich würde heute auf keinen Fall mit der Schauspielerei am Anfang stehen wollen", sagte sie deutlich. Das liege auch daran, dass Follower-Zahlen in der heutigen Branche eine entscheidende Rolle spielten. "Wenn du heute anfangen willst, brauchst du schon eine bestimmte Anzahl an Followern, bevor du überhaupt zum Vorsprechen eingeladen wirst. Die zählen wirklich deine – wie heißt das – Instagram-Follower", schilderte sie. Klassische Castings im Studio seien Vergangenheit: Stattdessen sollen Bewerber sich zu Hause ein kleines Set mit Licht und Kamera aufbauen, Selftapes aufnehmen und einschicken.
Meryl kehrt mit "Der Teufel trägt Prada 2" in ihre ikonische Rolle als Miranda Priestly zurück, die ikonische Chefredakteurin des fiktiven Modemagazins Runway. Auch Anne Hathaway (43) und Emily Blunt (43) sind wieder mit dabei. Dass der erste Teil überhaupt das Licht der Welt erblickte, war dabei kein Selbstläufer: Meryl hatte zuletzt berichtet, dass das Team damals hart für das nötige Budget kämpfen musste, weil der Film von den Studios als klassischer Frauenfilm abgestempelt worden sei – obwohl er weltweit mehr als 282,8 Millionen Euro einspielte.









