Königin Silvia offen: So verloren waren ihre Anfänge am Hof
In einer neuen TV4-Dokumentation blickt Königin Silvia von Schweden (82) so offen wie selten zuvor auf ihre frühen Jahre am Königshof zurück. Sie schildert in "Das Königspaar – 50 Jahre zusammen", wie unvorbereitet und verloren sie sich fühlte, als sie 1976 König Carl Gustaf (80) heiratete und damit in eine völlig neue Welt eintauchte. Das Besondere daran: Silvia sprach zu jenem Zeitpunkt kaum Schwedisch und hatte keinerlei Leitfaden für ihre neue Rolle als Königin. Die Dokumentation erscheint anlässlich eines doppelten Jubiläums – der goldenen Hochzeit des Paares und zugleich 50 Jahren, seit Silvia zur schwedischen Königin wurde.
"Das war ein neues Kapitel, könnte man sagen. Und auch ein unbeschriebenes Buch. Es gab keine Regeln, niemand sagte mir, was ich tun sollte, wie ich stehen oder gehen sollte", erklärt sie in der Dokumentation, die von der Zeitschrift Svensk Damtidning zitiert wurde. Halt fand sie damals vor allem bei ihrem Ehemann. "Aber ich hatte den König. Ich konnte ihn fragen: 'Was willst du, dass ich tue? Wobei willst du, dass ich helfe?' Das Einzige, was ich versprechen konnte, war: 'Ich werde mein Bestes geben'", so Silvia weiter. Die schwedische Königshausexpertin Ellen Myrgård Lindén erklärte gegenüber Svensk Damtidning, dass der Hof damals stark von Traditionen und männlichen Strukturen geprägt war – eine Umgebung, in der sich die junge Königin anfangs "sowohl unsicher als auch verwirrt" gefühlt haben musste.
Schon vor der Hochzeit hatte Silvia mit dem enormen öffentlichen Interesse zu kämpfen. In einem früheren Interview mit SVT, das anlässlich ihres 75. Geburtstags 2018 ausgestrahlt wurde, erinnerte sie sich daran, wie sie und Carl Gustaf versuchten, ihre Beziehung vor neugierigen Journalisten geheim zu halten. Selbst eine Perücke half dabei kaum: "Einmal war ich am Flughafen in Hamburg. Ich hatte eine Frage, die ich stellen musste, und dann antworteten sie mit 'Fräulein Sommerlath', obwohl ich eine Perücke trug. Da merkte ich, dass es eigentlich nicht viel nützt, die Beziehung zu verbergen", erzählte die Königin. Trotzdem war ihr Diskretion wichtig: "Ich verstand, dass es schwierig sein würde, sich zu treffen, wenn ich nicht diskret sein konnte."








