Carlos Alcaraz plant längere Tennis-Pausen und warnt die ATP
Carlos Alcaraz (23) schlägt einen neuen Kurs ein: Nach seinem Zweitrundensieg gegen den Portugiesen Jaime Faria bei den US Open kündigte der Spanier an, seinen Turnierkalender künftig bewusster zu planen und dafür möglicherweise auf einige große Wettbewerbe zu verzichten. Die derzeitige Nummer drei der Welt erklärte laut AFP, dass er sich künftig längere Auszeiten gönnen möchte. Hintergrund ist seine Rückkehr auf die Tour nach einer viermonatigen Zwangspause wegen einer Handgelenksverletzung. "Natürlich wollte ich diese Pause wegen einer Verletzung nicht einlegen. Aber in Zukunft werde ich einige Pausen machen, einige lange Pausen", kündigte der Spanier an. Konkret schwebt ihm eine Auszeit von ein bis zwei Monaten vor: "Vielleicht nicht vier Monate, aber einen Monat, zwei Monate, in denen ich einige Turniere auslasse, denn es ist unmöglich, sie alle zu spielen." Zuletzt hatte sich Carlos nur eine kurze Auszeit an der italienischen Amalfiküste gegönnt.
Seine Belastungsgrenze will Alcaraz künftig stärker selbst bestimmen. Schon zuvor hatte der Spanier die ATP dafür kritisiert, den ohnehin vollen Spielplan der Herren immer weiter auszubauen. Nach seiner verletzungsbedingten Pause möchte er deshalb längere Erholungsphasen einlegen. Gegenüber AFP warnte er zudem vor den Folgen des dichten Kalenders: "Wir werden sehen, dass sich viele verletzen und viele Spieler müde werden. Wenn sie nichts dagegen unternehmen, werden wir in Zukunft noch mehr davon sehen." Welche großen Turniere er künftig auslassen will, ließ Carlos offen. Fest steht bislang nur, dass er längere Pausen einplanen und nicht mehr bei jedem Wettbewerb antreten möchte.
Trotz seiner Kritik am vollen Turnierkalender tritt Alcaraz regelmäßig bei lukrativen Showevents an. Im Oktober steht für ihn zum dritten Mal in Folge der "Six Kings Slam" in Saudi-Arabien auf dem Programm. Bei dem dreitägigen Einladungsturnier mit sechs Tennisstars erhält jeder Teilnehmer rund 1,29 Millionen Euro allein für die Teilnahme. Der Sieger kommt insgesamt auf etwa 5,17 Millionen Euro, wie Forbes berichtet. Zum Vergleich: Bei den US Open gibt es 2026 für jeden Spieler im Hauptfeld mindestens rund 121.000 Euro. Der Sieger erhält 4,74 Millionen Euro und damit weniger als beim kurzen Showturnier in Saudi-Arabien.






















