Das waren Filmstar Gene Hackmans (†95) ikonischste Rollen
1967 schaffte Gene Hackman (✝95) in der Rolle des Gangsters Buck Barrow im Drama "Bonnie und Clyde" seinen großen Durchbruch. Was folgte, war eine beispiellose Hollywood-Karriere. Nur wenige Jahre nach der Verfilmung der berühmten Verbrechensgeschichte drehte der Schauspieler den Thriller "French Connection – Brennpunkt Brooklyn". Darin verkörperte er den etwas exzentrischen Detective Jimmy "Popeye" Doyle. Der Film entstand unter der Leitung des "Der Exorzist"-Regisseurs William Friedkin (✝87) und sollte Gene seinen ersten Filmpreis einbringen: In der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" erhielt er für seine Schauspielleistung einen Oscar, einen BAFTA und einen Golden Globe. Die Rolle des Polizisten spielte der US-Amerikaner noch ein weiteres Mal in der Fortsetzung 1975.
Seinen zweiten Oscar erhielt Gene 1993 als bester Nebendarsteller im Film "Erbarmungslos". Der Western erzählt die Geschichte eines alten Revolverhelden, der sich eigentlich zur Ruhe gesetzt hatte, darin aber keinen Frieden findet – bis ein Nachwuchs-Cowboy auftaucht, dem er auf seinem Weg helfen kann. Gene schlüpfte in dem Film in die Rolle des sadistischen Sheriffs. An seiner Seite spielte Wild-West-Ikone Clint Eastwood (94) die Hauptrolle und führte auch Regie. In seiner Oscar-Rede schwärmte der Hollywoodstar damals von der Zusammenarbeit mit dem hochkarätigen Cast und vor allem von Clint: "Ich danke den wunderbaren Schauspielern [...] und vor allem Clint, der mir und allen anderen in diesem Film alles ermöglicht hat. Es war eine wunderbare Erfahrung." Und dabei hatte Gene die Rolle zunächst abgelehnt, bevor er sich von Clint persönlich umstimmen ließ.
2004 war Gene ein letztes Mal auf der großen Leinwand zu sehen. In der Komödie "Willkommen in Mooseport" spielte er Seite an Seite mit Ray Romano und Grace Sutherland. Der Streifen bedeutete sein Abschied, denn danach zog er sich still und heimlich aus der Branche zurück. Erst zwei Jahre danach erklärte er seine Beweggründe, die Schauspielerei an den Nagel zu hängen. In einem Interview mit Reuters erzählte Gene, sich lieber dem Schreiben von Romanen widmen zu wollen: "Es ist in gewisser Weise ähnlich wie die Schauspielerei, aber es ist privater und ich habe das Gefühl, dass ich mehr Kontrolle über das habe, was ich zu sagen und zu tun versuche." Seit seinem Rückzug war es eher ruhig um die Filmikone. Erst am Donnerstag wurde sein Tod mit 95 Jahren aus noch unbekannten Gründen bekannt.