Außenministerin Annalena Baerbock wurde sexuell belästigt
Annalena Baerbock (44), seit über drei Jahren als Außenministerin im Amt, hat im Podcast "G-Spot" von Stefanie Giesinger (28) einen überraschend privaten Einblick in ihr Leben gegeben. Die Politikerin sprach offen über ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung, darunter eine verstörende Begegnung in ihrer Jugend: Ein älterer Mann habe im Bus seine Hand auf ihr Bein gelegt, woraufhin sie in eine Art Schockstarre verfallen sei. "Ich habe fünf Stationen gebraucht, mich zu trauen, wegzusetzen", berichtete Annalena und erklärte, dass sich derartige Erlebnisse in ihrem Leben noch mehrfach wiederholt hätten. Dennoch betonte sie im Gespräch mit der ehemaligen GNTM-Gewinnerin, dass dieser Vorfall nicht der Grund für ihren späteren Weg in die Politik gewesen sei.
Ihr erster Berufswunsch war nämlich ein ganz anderer: Ein Job als Journalistin sei ursprünglich ihr Traum gewesen, doch habe ihr der nötige Notenschnitt für das Studium in Hamburg gefehlt. Dieser Rückschlag führte sie somit erst auf Umwegen zu ihrem Studium der Politikwissenschaft und öffentlichem Recht, wie sie verriet. Erste praktische Erfahrungen habe sie schließlich während Praktika beim Europarat und im Europäischen Parlament gesammelt, wo sie mehr und mehr Gefallen an der Arbeit im politischen Umfeld fand. Begeistert erinnerte sich die 44-Jährige im Podcast daran zurück, wie sie kurz vor der Europawahl 2004 ihre Leidenschaft für diese Tätigkeit entdeckte: "Ich war da voll Feuer und Flamme."
Annalena, die im Herbst ihre Trennung von Ehemann Daniel Holefleisch bekannt gab, ließ im Podcast ihr Leben Revue passieren und schilderte, wie die Werte, die sie in ihrem heutigen Beruf antreiben, bereits in ihrer Kindheit eine Rolle spielten. Ihre Eltern, die sie augenzwinkernd als "Hippies" bezeichnete, hätten sie regelmäßig mit auf Demos genommen und früh ihr Interesse an gesellschaftlichen Themen gefördert. So habe sie auch die #MeToo-Debatte später motiviert, ihre eigenen Erlebnisse genauer zu reflektieren und darüber zu sprechen – nicht zuletzt, um klarzumachen, dass noch immer politischer Handlungsbedarf bestehe, um Frauen vor solchen Erfahrungen zu schützen.