War Jens Lehmann nach Wiesn zu betrunken für Promilletest?
Die Negativschlagzeilen rund um Jens Lehmann (55) reißen nicht ab. Nach dem Münchener Oktoberfest war der Ex-Fußballer dabei erwischt worden, wie er unter Alkoholeinfluss Auto fuhr. Nun werden weitere Details über die Skandalnacht bekannt. Wie Bild berichtet, soll der ehemalige Sportler bei der Kontrolle durch die Polizei einige Schwierigkeiten gehabt haben: Unter anderem habe er statt des geforderten Führerscheins seinen Personalausweis gezeigt und erst nach mehreren Versuchen seinen Führerschein gefunden. Und auch als die Polizisten das Warndreieck und den Verbandskasten sehen wollten, musste sich der frühere Keeper wohl an der Kofferraumklappe festhalten, weil er nicht mehr gut stehen konnte.
Doch damit nicht genug: Wie das Blatt weiter berichtet, habe auch der Alkoholtest für große Probleme bei Jens gesorgt: Er habe es angeblich nicht geschafft, in das Gerät zu pusten. Nachdem er etwas getrunken hatte, habe er zudem gewürgt und war daraufhin zum Straßenrand getorkelt, wo er erneut würgte. Als die Beamten dann mit ihm zur Blutabnahme in die Münchener Rechtsmedizin gefahren sind, soll Jens einen Polizisten mehrfach angehaucht haben, um ihm zu beweisen, dass er keinen Alkohol getrunken habe – dieser soll seine Alkoholfahne aber gerochen haben.
Der ehemalige Nationaltorwart war am 23. September gegen 01:30 Uhr von einer Polizeistreife angehalten worden, weil er eine durchgezogene Linie überfahren hatte. Ein Alkoholtest zeigte, dass Jens gegen 2 Uhr noch rund 0,7 Promille im Blut hatte. Daraufhin beantragte die Staatsanwaltschaft München einen Strafbefehl in Höhe von 80 Tagessätzen zu je 900 Euro. Dagegen legte er jedoch Einspruch ein, weshalb es am Donnerstag zum Prozess kommt. Zudem wurde dem 55-Jährigen sein Führerschein eingezogen.