Zeuge schildert: Marius Borg Høiby "griff Nora an die Kehle"
Am 18. Prozesstag gegen Marius Borg Høiby (29) hat ein Zeuge belastende Aussagen über einen Vorfall im Dezember 2022 gemacht. Der Mann, der im Sicherheitsbereich arbeitet, war auf einer Veranstaltung in Oslo anwesend, als Marius und seine damalige Freundin Nora Haukland nach einem Handystreit in einen heftigen Konflikt gerieten. Dem Gericht gegenüber schilderte der Zeuge laut der norwegischen Zeitung VG detailliert, wie er beobachtete, wie Nora hastig aus einem Saal kam und "Lass mich in Ruhe!" rief, während Marius ihr folgte. "Mit ausgestreckter Hand in Richtung oberer Brust, Hals – er griff nach ihrer Kehle", berichtete der Zeuge am 3. März vor dem Bezirksgericht in Oslo. Er sei sofort dazwischen gesprungen und habe sich zwischen die beiden gestellt. Marius bestreitet die Vorwürfe, er habe Nora angeschrien, gegen eine Wand geschleudert und gewürgt zu haben.
Der Zeuge demonstrierte vor Gericht, wie der mutmaßliche Würgegriff ausgesehen haben soll, konnte jedoch nicht mehr sagen, ob Marius eine oder beide Hände dafür benutzte. "Aber allein das Greifen des Halses würde ich als Würgegriff bezeichnen", erklärte er laut der Zeitung. Weitere Personen seien hinzugekommen und hätten Marius zurückgehalten, der versucht habe, den Vorfall herunterzuspielen. Der Zeuge tauschte mit Nora Telefonnummern aus, damit sie ihn kontaktieren konnte, falls noch etwas passieren sollte. Obwohl alle Beteiligten sich dafür ausgesprochen hätten, dass Marius den Ort verlassen solle, sei Nora am Ende mit ihm in ein Taxi gestiegen. Noch aus dem Auto habe sie den Zeugen angerufen und ihn gebeten, Marius zu sagen, dass sein Verhalten unangemessen sei, da sich dies bereits mehrfach ereignet habe.
Der Prozess gegen Marius läuft seit dem 3. Februar am Bezirksgericht in Oslo und ist auf 24 Prozesstage in sieben Wochen angesetzt. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) ist in 38 Punkten angeklagt, darunter Vergewaltigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Marius und Nora waren von Frühling 2022 bis Spätsommer 2023 ein Paar. Die Beziehung sei intensiv gewesen, geprägt von Eifersucht, Geschrei und Gewalt, so der Konsens der bisherigen Prozesstage. Am 18. Prozesstag sagten neben dem Sicherheitsmitarbeiter auch mehrere Ex-Freunde von Nora sowie ein langjähriger Freund von Marius aus. Das Urteil wird am 19. März erwartet.









