Das war für Thomas Müller eindrücklichster FC-Bayern-Moment
Es ist eine Nachricht, die viele Fans des FC Bayern München mit gemischten Gefühlen erfüllt: Nach 25 Jahren verlässt Thomas Müller (35), eines der bekanntesten Gesichter des Vereins, im Sommer den Rekordmeister. Während seiner Karriere sammelte der Fußballer unzählige Titel, doch für ihn bleibt ein Moment aus dem Jahr 2012 besonders prägend. In der Dokumentation "Thomas Müller - Einer wie keiner" erinnert sich Thomas an das Champions-League-Finale 2012, besser bekannt als "Finale dahoam".
Der Kicker erinnert sich noch genau daran, wie sich das Stadion kurz vor dem Spielende bei seinem Führungstreffer in unbeschreibliche Euphorie verwandelte: "Das Stadion ist explodiert! Das war eine Zündstufe drüber, mehr als einfache Freude." Der weitere Verlauf des Spiels jedoch brachte den Bayern-Fans das wohl bitterste Finale aller Zeiten. Nur wenige Minuten nach Thomas' Auswechslung erzielte Didier Drogba für Chelsea den Ausgleich, und die Münchner mussten sich nach Verlängerung und Elfmeterschießen geschlagen geben. Für den Kicker bleibt dieses Ereignis trotz aller emotionalen Wogen ein Schlüsselmoment seiner außergewöhnlichen Karriere.
Thomas Müller verkörpert den FC Bayern wie kaum ein anderer. Bereits als Kind trat er in den Verein ein und durchlief alle Jugendmannschaften, bevor er 2009 bei den Profis debütierte. Mit Sätzen wie "Thomas Müller spielt immer" prägte ihn sein damaliger Trainer Louis van Gaal (73) zur festen Größe in München. Mit über 740 Einsätzen und 32 Titeln, darunter zwölf deutsche Meisterschaften, schrieb der Weltmeister von 2014 Fußballgeschichte. Auch außerhalb des Spielfelds wurde Müller zur Kultfigur: Als "Radio Müller" war er für seine leidenschaftlichen Ansagen und gelegentlichen humorvollen Einlagen bekannt, die ihn sowohl bei den Fans als auch bei den Mitspielern beliebt machten.