Prinz Harry meldet sich zum Exit aus seiner AIDS-Stiftung
Prinz Harry (40) hat sich nun erstmals in einem Statement zu seinem Rücktritt als Schirmherr der von ihm mitbegründeten AIDS-Stiftung Sentebale geäußert. Der Herzog von Sussex zeigte sich erschüttert über die aktuellen Entwicklungen rund um die Wohltätigkeitsorganisation. "Was in der letzten Woche passiert ist, ist herzzerreißend, vor allem wegen der offensichtlichen Lügen, die den Menschen schaden, die sich über Jahrzehnte für dieses gemeinsame Ziel eingesetzt haben", betonte Harry. Nach Bekanntwerden einer Untersuchung durch die Charity Commission sowie eines Konflikts mit der Vorsitzenden Sophie Chandauka war er kürzlich als Schirmherr der Organisation zurückgetreten.
Die Spannungen innerhalb der Organisation waren im Zuge gegenseitiger Vorwürfe eskaliert. Mehrere Vorstandsmitglieder hatten Sophies Rücktritt gefordert – diese wies Anschuldigungen wie Machtmissbrauch und Diskriminierung kategorisch zurück. Sie bezeichnete sich selbst als "Whistleblowerin", die interne Missstände aufgedeckt habe. Sophie zeigte sich derweil offen gegenüber der Untersuchung durch die Charity Commission und erklärte, sie hoffe, dass diese Transparenz und Vertrauen in die zukünftige Arbeit von Sentebale wiederherstellen werde. Harry betonte nun, dass die Untersuchung hoffentlich die Wahrheit hinter den Ereignissen offenlegen könne, die ihn und andere ehemalige Treuhänder zum Rücktritt bewogen hätten.
Sentebale wurde 2006 von Harry und Prinz Seeiso von Lesotho zu Ehren von Harrys Mutter, Prinzessin Diana (✝36), gegründet, die sich zu Lebzeiten intensiv für HIV- und AIDS-Aufklärung eingesetzt hatte. Für Harry galt die Organisation über viele Jahre hinweg als eines seiner Herzensprojekte. In früheren Interviews bezeichnete er Sentebale als eine persönliche "lebenslange Verpflichtung". Dass der Streit nun in der Öffentlichkeit ausgetragen wird, fügt sich ein in eine Reihe jüngster Turbulenzen im Leben des Prinzen, die durch Veröffentlichungen wie seine Memoiren "Reserve" und die Netflix-Doku über ihn und Herzogin Meghan für mediales Aufsehen sorgten. Sein enger Vertrauter Mark Dyer, der eine Schlüsselrolle in der Arbeit der Organisation spielte, hatte seine Position ebenfalls kürzlich aufgegeben, was den Bruch für Harry umso schmerzlicher macht.